Industriegebiet in Simmering ohne Parkpickerl?

 

Wie definiert man „Industriegebiet“? Diese Frage beschäftigt gerade Simmering, denn darüber dürfte es offensichtlich unterschiedliche Auffassungen geben. Nach der Veröffentlichung der Studie zur Parkplatzauslastung wird nun über eine Ausweitung der Parkpickerl-Zone diskutiert.
Wie ein bestimmtes Grundstück bzw. ein ganzes Gebiet genutzt werden darf, legt der Flächenwidmungsplan (abrufbar unter: https://bit.ly/3bkpqRv ) fest. In diesem ist die „Widmung“ verordnet, die Auskunft gibt, wie und was gebaut werden darf. Deutlich erkennbar in violett ist das Industriegebiet (IG) entlang der Leberstraße: Josko, Siemens, Bohmann, … Alles Simmeringer Industriegebiete, in denen seit 2018 das Simmeringer Parkpickerl gilt.
Warum das interessant ist? Weil eine Aussage des FPÖ-Bezirksvorstehers dann doch sehr überrascht: „Laut Magistrat darf die Kurzparkzone in Industriegebieten nicht eingeführt werden“, so der blaue Bezirksvorsteher. Man darf gespannt bleiben, was an dieser Aussage tatsächlich dran ist, denn es wäre nicht das erste Mal, dass die Stadt Wien der Darstellung des Bezirksvorstehers widerspricht!

Das Parkpickerl-Chaos in Simmering ist jedenfalls um eine Facette reicher. Ein Verdrängungseffekt, sollten etwaige Industriegebiete doch ausgenommen werden, gehört aber vermieden! Was man unter Verdrängungseffekt versteht, kann man u.a. bei den AnrainerInnen der Weißenböckstraße in Erfahrung bringen.

Quellen:
➡️Artikel der Bezirkszeitung: https://bit.ly/2yF9EDN
➡️Flächenwidmungsplan: https://bit.ly/3bkpqRv
➡️Evaluierungsstudie zum Parkpickerl: https://bit.ly/2WOWufq
➡️Geltungsbereich des Parkpickerls: https://bit.ly/2WMHGxQ
➡️Magistrat widerspricht dem blauen Bezirksvorsteher und weist FPÖ-Aussendung nachdrücklich als unrichtig zurück: https://bit.ly/3bqUpvt