SPÖ Frauen Simmering spenden für Wiener Frauenhäuser

 

Frauen, die von Gewalt betroffen sind, brauchen schnell und unbürokratisch Hilfe. Jede 5. Frau in Österreich ist von Gewalt betroffen. Gewalt gegen Frauen ist ein gesellschaftliches Problem. Gewalt an Frauen ist auch kein Kavaliersdelikt. Mit dem 24-Stunden Frauennotruf, den bald fünf Frauenhäusern, sowie durch Täter- und Präventionsarbeit hat Wien ein dichtes Gewaltschutznetz, das betroffene Frauen bestmöglich unterstützt. Allein 2022 investiert die Stadt Wien insgesamt rund 11 Millionen Euro in den Gewaltschutz- und prävention, sowie den Ausbau der Kinder- und Jugendarbeit. Das ist eine Erhöhung von rund drei Millionen Euro.

 

Unterstützung der Wiener Frauenhäuser durch die SPÖ Frauen Simmering

Den Simmeringer SPÖ Frauen war es gerade heuer wichtig, eine Spendenaktion für den Verein Wiener Frauenhäuser ins Leben zu rufen. „Leider ist das Thema „Gewalt an Frauen“ gerade heuer aufgrund der vielen Frauenmorde und der angespannten Coronasituation sehr aktuell und es war uns wichtig, gerade deshalb die Wiener Frauenhäuser zu unterstützen“, erläutert Gemeinderätin und Vorsitzende der SPÖ Frauen Simmering, Ewa Samel die Beweggründe. Im Rahmen der Spendenaktion haben sowohl MandatarInnen und FunktionärInnen der SPÖ Simmering gespendet, als auch der Klub der sozialdemokratischen Fraktion Simmering, sowie natürlich auch die SPÖ Frauen Simmering. „Wir haben die Spendenaktion intern angelegt und es ist ein stolzer Spendenbetrag von 2.500 Euro insgesamt zusammengekommen“, freuen sich die Simmeringer SPÖ Frauen. Wenn eine Frau flüchten muss, ist das Wiener Frauenhäuser die wichtigste Einrichtung um einen geschützten Wohnplatz, für die betroffene Frau und ihre Kinder zu bieten. Die Wiener Frauenhäuser sind rund um die Uhr, auch an den Feiertagen da und unter der Telefonnummer 05 77 22 erreichbar.
Der Spendenscheck wurde an die Vorsitzende des Vereins Wiener Frauenhäuser, Gemeinderätin Martina Ludwig-Faymann und die stv. Geschäftsführerin der Wiener Frauenhäuser Susanne Deutsch, im Wiener Rathaus übergeben. Von den Simmeringer MandatarInnen waren Gemeinderat Rudi Kaske, Gemeinderat Ernst Holzmann, der Simmeringer Bezirksvorsteher Thomas Steinhart, die Simmeringer BV-Stv. Ramona Miletic, der Simmeringer Klubobmann Michael Dedic, BV a.D. Eva-Maria Hatzl (stv. Vorsitzende der Simmeringer Frauen), als auch Amerisa Bajric und Inge Hat von den Simmeringer SPÖ Frauen, vor Ort.

 

Stadt Wien baut bis 2022 ein 5. Frauenhaus

Schon jetzt bieten vier Wiener Frauenhäuser mit 175 Plätzen für Frauen und Kinder, die von Gewalt betroffen sind, Platz. Bis 2022 wird in Wien außerdem ein 5. Frauenhaus mit 50 zusätzlichen Plätzen für von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen gebaut. Damit wird es ab 2022 fünf Wiener Frauenhäuser mit insgesamt 225 Plätzen geben. Außerdem wird bis 2023 ein bestehendes Frauenhaus in ein eigenes Frauenhaus für junge Frauen und Mädchen (16 bis 22 Jahre) umgewandelt. Junge Frauen brauchen eine andere Form von Unterstützung. In dem neuen Frauenhaus wird es 14 Plätze geben. Junge Mütter sollen besondere Unterstützung bekommen. Ein Fokus wird auf der Beratung bei Arbeit und Ausbildung liegen. Es geht darum, ihnen beim Schritt in die Selbstständigkeit zu helfen.
Wien ist das einzige Bundesland, das aktuell die Vorgaben der Istanbul-Konvention zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen erfüllt (das heißt, dass eine Familie pro 10.000 EinwohnerInnen in einem Frauenhaus Platz hat). Mit dem 5. Frauenhaus wird Wien mehr Plätze haben, als die Istanbul-Konvention vorgibt.

 

Große Zivilcourage-Installation „Halt! Zu mir!“

Mit der neuen Kampagne „Halt! Zu mir!“ möchte die Stadt Wien, gemeinsam mit der Frauenstadträtin Kathrin Gaal, das Thema Zivilcourage in den Vordergrund rücken. Die Kampagne „Halt! Zu mir!“ appelliert daher an alle WienerInnen, zu Opfern von Beleidigungen, Belästigungen oder körperlichen Angriffen zu halten. Konkrete Tipps auf Plakaten und in Video-Spots sollen die Kompetenz für sicheres, zivilcouragiertes Handeln, ohne sich dabei selbst zu gefährden, stärken. Es gibt viele Möglichkeiten, Zivilcourage zu zeigen. Um sich gut auf brenzlige Situationen vorzubereiten, können die Beratungsstellen, wie etwa der 24-Stunden Frauennotruf unter 01 71719, in Anspruch genommen werden.